BANJO®

Zulassungsnummer: Amtl. Pfl. Reg. Nr.3273-0
Produktbeschreibung
Produkttyp:Fungizid
Wirkstoff:500 g/l Fluazinam (39,9 Gew.-%) Enthält ca. 120 g/l Harnstoff als Puffer.
Formulierung:Suspensionskonzentrat
Gefahrstoffeinstufung:GHS08 (Gesundheitsgefährdend)
GHS09 (Umweltgefährlich)
Abpackung
5 l Kanister Art.Nr. 7430090
4x5 l Umkarton Art.Nr. 7430090
Wirkungsweise
CARNEOL enthält den Wirkstoff Fluazinam, der zur chemischen Gruppe der Phenylpyridylamine gehört. Der Wirkungsmechanismus von Fluazinam unterscheidet sich von dem anderer Fungizide und beruht auf einer Unterbrechung der oxydativen Phosphorylierung. Dadurch wird die Atmungsaktivität der pilzlichen Krankheitserreger und somit die Sporenkeimung und -entwicklung unterbunden. Die Gefahr der Bildung von resistenten Stämmen ist gering.
Aufgrund der nicht systemischen Wirkung wird ein bereits vorhandener Befall nicht bekämpft. Die weitere Ausbreitung der Infektion hingegen wird zuverlässig gestoppt.
Neben der Wirkung gegen die Krautfäule schützt CARNEOL auch die Knolle vor Infektionen. Die bei der Lagerung auftretende Braunfäule wird dadurch deutlich vermindert.


Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe) Fluazinam: 29


Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe)


VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

PFLANZEN/OBJEKTE SCHADORGANISMEN/ZWECKBESTIMMUNG
Kartoffel Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone mit folgendem Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten: Ackerbau - Spritzen 5 m (Regelabstand) 1 m (Abdriftminderungsklasse 50 %) 1 m (Abdriftminderungsklasse 75 %) 1 m (Abdriftminderungsklasse 90 %)

Bei Vorliegen der in der Liste der abdriftmindernden Pflanzenschutzgeräte bzw. -geräteteile (Erlass des BMLFUW vom 10.07.2001, GZ. 69.102/13-VI/B9a/01 in der jeweils geltenden Fassung) genannten Voraussetzung ist die Anwendung des jeweiligen, der Abdriftminderungsklasse entsprechenden reduzierten Mindestabstandes zu Oberflächengewässern zulässig.

Auf abtragsgefährdeten Flächen ist zum Schutz von Gewässerorganismen durch Abschwemmung in Oberflächengewässer ein Mindestabstand durch einen 5 m breiten bewachsenen Grünstreifen einzuhalten. Dieser Mindestabstand kann durch abdriftmindernde Maßnahmen nicht weiter reduziert werden.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Kartoffel
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Max. Zahl der Behandlungen: 4
Zeitlicher Abstand: mind. 7 Tage
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 7 Tage

GENEHMIGUNGEN NACH § 18 A PFLSCHG(1998) BZW. ERWEITERTE ZULASSUNGEN GEM.ART.51 DER VERORDNUNG (EG) NR. 1107/2009:

PFLANZEN/OBJEKTE SCHADORGANISMEN/ZWECKBESTIMMUNG

Mischbarkeit
BANJO ist mischbar mit Fungiziden, Herbiziden (z. B. AGIL®-S) und Insektiziden .
Es empfiehlt sich Mischpartner in fester Form als erstes Produkt in den Tank zu geben. Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten. Die Aufwandmenge von BANJO kann in Mischung mit anderen Fungiziden nicht reduziert werden.
Für negative Auswirkungen von Mischungen mit von uns nicht empfohlenen Mitteln wird keine Haftung übernommen.
Pflanzenverträglichkeit
BANJO wird nach unseren Kenntnissen in der empfohlenen Aufwandmenge von allen Kartoffelsorten gut vertragen.
Anwendungstechnik

ANSETZEN DER SPRITZBRÜHE

Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen. Rührwerk einschalten. Produkt vor dem Einfüllen schütteln. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben. Entleerte Kanister sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben. Tank mit Wasser auffüllen. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen. Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Angesetzte Spritzflüssigkeit nicht für längere Zeit im Spritzfass stehen lassen. Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Während der Fahrt und der Ausbringung Rührwerk laufen lassen.

AUSBRINGUNGSTECHNIK

Auf gute und gleichmäßige Benetzung der Kartoffeln achten. Bei Kartoffeln mit starker Krautentwicklung und bei Stängel-Phytophthora sollte eine höhere Wassermenge genommen werden. Abdrift und Überdosierungen sind zu vermeiden.

REINIGUNG

Nach Beendigung der Spritzung muss das Gerät sorgfältig gespült werden. Unvermeidliche anfallende Spritzflüssigkeitsreste im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der behandelten Fläche ausbringen. Behälter restlos entleeren, mit Wasser ausspülen, Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Die grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Reste von Reinigungswasser nicht über die Hofabläufe in die Kanalisation und Gewässer gelangen lassen.
Anwenderschutz
(SU027) Enthält Fluazinam. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.


(SU012b) Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Besondere Anweisungen einholen/Sicherheitesdatenblatt zu Rate ziehen.


(SU015) Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.


(SU016) Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.


(SU017) Bei der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen.


(SU019) Nicht in die Kanalisation gelangen lassen; Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden.


(SU025) Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.


(SU021) Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.


(SU045) Produktreste und Behälter sind als gefährlicher Abfall zu entsorgen.


(SU003) Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.


(SU005) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.


(SU006) Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.


(SP001) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.


(SP1) SP1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen/ indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern).


(SPe 4 ) SPe4 Zum Schutz von Gewässerorganismen bzw. Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.


ERSTE HILFE

Einatmen: Person aus Gefahrenbereich entfernen. Person Frischluft zuführen und je nach Symptomatik Arzt konsultieren. Bei Bewußtlosigkeit in stabile Seitenlage bringen und ärztlichen Rat einholen. Atemstillstand - Gerätebeatmung notwendig.
Augenkontakt: Kontaktlinsen entfernen. Mit viel Wasser mehrere Minuten gründlich spülen, falls nötig, Arzt aufsuchen.
Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife gründlich waschen, verunreinigte, getränkte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen, bei Hautreizung (Rötung etc.) Arzt konsultieren. Verschlucken: Mund gründlich mit Wasser spülen. Kein Erbrechen herbeiführen, viel Wasser zu trinken geben, sofort Arzt aufsuchen. Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.