ACHAT®

Zulassungsnummer: Amtl. Pfl. Reg. Nr.3015
Produktbeschreibung
Produkttyp:Fungizid
Wirkstoff:250 g/l Propiconazol (26,8 Gew.-%)
Formulierung:Emulsionskonzentrat
Gefahrstoffeinstufung:GHS09 (Umweltgefährlich)
Abpackung
4 x 5 l Umkarton Art.Nr. 7430079
Wirkungsweise
ACHAT ist ein breitwirkendes Azol-Fungizid mit dem bewährten Wirkstoff Propiconazol zur Bekämpfung von Blatt- und Ährenkrankheiten im Getreide. Der Wirkstoff Propiconazol wirkt systemisch, dringt schnell über die Blätter und Stängel in die grünen Pflanzenteile ein und wird mit dem Saftstrom in der Pflanze verteilt. ACHAT wirkt sowohl präventiv als auch kurativ, es unterbindet vorhandene Infektionen und verhindert damit die weitere Ausbreitung der Krankheiten auf der Pflanze.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Propiconazol: F3


ZUGELASSENE ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

KULTUREN/OBJEKTE SCHADORGANISMUS/ZWECKBESTIMMUNG
Weizen
Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum), Braunrost (Puccinia recondita), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Septoria Blattdürre (Septoria tritici)
Gerste
Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei)
Roggen
Braunrost (Puccinia recondita), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)

Zum Schutz von Gewässerorganismen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern anwenden. In jedem Fall ist eine unbehandelte Pufferzone von 1 m zu Oberflächengewässern einzuhalten.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Weizen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum), Braunrost (Puccinia recondita), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Septoria Blattdürre (Septoria tritici)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, ab Befallsbeginn bis Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar (BBCH-Code: 61)
Max. Zahl der Behandlungen: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 35 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Gerste
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Blattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, ab Befallsbeginn bis Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar (BBCH-Code: 61)
Max. Zahl der Behandlungen: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 /ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 35 Tage

Pflanzenerzeugnisse:Roggen
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Braunrost (Puccinia recondita), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr, ab Befallsbeginn bis Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar (BBCH-Code: 61)
Max. Zahl der Behandlungen: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 0,5 l/ha
Wasseraufwandmenge: 200 bis 400 l/ha
Wartezeit: 35 Tage


Mischbarkeit
ACHAT ist mit den meisten im Getreideanbau gebräuchlichen Fungiziden, Herbiziden (z.B. TOMIGAN XL), Insektiziden (z. B. MAVRIK® VITA), Wachstumsreglern (z.B. CCC) und mit Ammonnitrat-Harnstofflösungen (AHL) oder Harnstoff mischbar. Bei Mischungen mit AHL oder Harnstoff nicht mehr als in Höhe von 10 kg N/ha zugeben. Bei schwach ausgeprägter Wachsschicht ACHAT und N-Dünger getrennt ausbringen. Bei Mischungen generell die Gebrauchsanleitung des Mischpartners beachten.
Pflanzenverträglichkeit
ACHAT wird nach unserer Kenntnis in der empfohlenen Aufwandmenge von allen Getreidearten ohne Sorteneinschränkung gut vertragen.
Anwendungstechnik

ANSETZEN DER SPRITZBRÜHE

Spritztank zu 2/3 der erforderlichen Wassermenge füllen. Das Produkt zugeben und restliche Wassermenge auffüllen. Anschließend das Rührwerk für einige Minuten laufen lassen. Entleerte Präparatebehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. Die Spritzbrühe sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen. Spritzbrühereste vermeiden; nur so viel Spritzbrühe ansetzen, wie tatsächlich gebraucht wird.

Beim Ausbringen des Produkts ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten.
Bei einer reinen Ährenbehandlung empfiehlt sich eine feintropfige Ausbringung. Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 l/ha. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden.

REINIGUNG

Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen. Vor und nach dem Einsatz des Spritzgerätes muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden. Anfallendes Spülwasser nach der Gerätereinigung auf der vorher behandelten Fläche ausbringen.
Anwenderschutz
(SU003) Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren.


(SU005) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.


(SU006) Originalverpackung oder entleerte Behälter nicht zu anderen Zwecken verwenden.


(SP001) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.


(SU015) Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten.


(SU016) Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.


(SU017) Bei der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen.


(SU019) Nicht in die Kanalisation gelangen lassen; Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden.


(SP1) Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen.


(SPe 4 ) SPe4 Zum Schutz von Gewässerorganismen bzw. Nichtzielpflanzen nicht auf versiegelten Oberflächen wie Asphalt, Beton, Kopfsteinpflaster (Gleisanlagen) bzw. in anderen Fällen, die ein hohes Abschwemmungsrisiko bergen, ausbringen.


ERSTE HILFE

Einatmen: Person aus Gefahrenbereich entfernen. Person Frischluft zuführen und je nach Symptomatik Arzt konsultieren.
Augenkontakt: Kontaktlinsen entfernen. Mit viel Wasser mehrere Minuten gründlich spülen, falls nötig, Arzt aufsuchen.
Hautkontakt: Mit viel Wasser und Seife gründlich waschen, verunreinigte, getränkte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen, bei Hautreizung (Rötung etc.) Arzt konsultieren.
Verschlucken: Mund gründlich mit Wasser spülen. Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzt aufsuchen. Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen!
Hinweise für den Arzt: Symptomatische Behandlung
Antidot: Keine bekannt Verschlucken größerer Mengen: Magenspülung; Aktivkohle Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.