TAIFUN® FORTE

Zulassungsnummer: 024044-00
Produktbeschreibung
Produkttyp:Herbizid
Wirkstoff:360 g/l Glyphosat (480 g/l Isopropylamin-Salz) (42 Gew.-%) Enthält ca. 8 g/kg Natriumchlorid als Bestandteil eines Beistoffes
Formulierung:Wasserlösliches Konzentrat
Gefahrstoffeinstufung:
Abpackung
4 x 5 l Umkarton Art.Nr. 7490032
20 l Kanister Art.Nr. 7490033
1000 l Container Art.Nr. 7490048
Wirkungsweise
TAIFUN FORTE ist ein nichtselektives Blattherbizid zur Bekämpfung von ein- und mehrjährigen Ungräsern (insbesondere der Quecke) und Unkräutern. Der Wirkstoff Glyphosat hat eine systemische Wirkung, er wird über die grünen Pflanzenteile (Blätter, Stängel) aufgenommen und mit Hilfe des Saftstromes in der gesamten Pflanze einschließlich der unterirdischen Speicherorgane (Wurzeln, Rhizome) verlagert. Im Boden erfolgt ein rascher Abbau des Wirkstoffes.
Die schnelle Inaktivierung des Wirkstoffes hat den Vorteil, dass alle Kulturen nach einer Behandlung mit TAIFUN FORTE ohne Einschränkung in kürzester Zeit nachgebaut werden können. Die Wirkungsgeschwindigkeit und damit die Symptomausbildung ist witterungsabhängig. In der Regel ist die Wirkung bei Gräsern eher feststellbar als bei breitblättrigen Unkräutern.
Dies hat jedoch auf den Bekämpfungserfolg keinen Einfluss. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn sich die Ungräser und Unkräuter in einer aktiven Wachstumsphase befinden. Kurzzeitige Nachtfröste bis -3 °C haben keine negative Auswirkung auf die Wirksamkeit des Produktes, wenn danach wüchsiges Wetter eintritt. Typische Symptome sind zunächst das Welken der Pflanze, dann wird sie gelb und später braun. Danach werden auch die Wurzeln braun und brüchig.
Eine rasche Wirkung tritt bei Pflanzen im 3- bis 4- Blattstadium bzw. Gräsern in der Bestockungsphase ein, wenn gleichzeitig günstige Wachstumsbedingungen, wie ausreichende Feuchtigkeit und Temperaturen zwischen 8-20 °C vorhanden sind. Unter günstigen Witterungsbedingungen und bei Wasseraufwandmengen von 150-200 l/ha wird TAIFUN FORTE sehr schnell von den Pflanzen aufgenommen. Niederschläge, die 3 Stunden nach der Applikation erfolgen, beeinträchtigen die Wirkung nicht.


Wirkungsmechanismus (HRAC-Gruppe) Glyphosat (480 g/l Isopropylamin-Salz): G


Wirkungsspektrum


sehr gut bis gut bekämpfbar
Ackergänsedistel, Ackerkratzdistel, Ampferarten, Bärenklau, Beifußarten, Bingelkraut, Binsenarten, Borstenhirsearten, Große Brennnessel, Distelarten, Einjährige Rispe, Ehrenpreisarten, Fingerhirsearten, Flohknöterich, Fuchsschwanz, Weißer Gänsefuß, Gemeine Rispe, Hahnenfußarten, Hohlzahnarten, Hühnerhirse, Huflattich, Kamille, Kletten-Labkraut, Kornblume, Löwenzahn, Mauerpfeffer, Mäusegerste, Melde, Mohn, Pfeifengras, Quecke, Rainfarn, Saatwucherblume, Seggenarten, Taubnesselarten, Vergissmeinnichtarten, Vogelknöterich, Weißes Straußgras, Wiesenknaulgras, Wickenarten

gut bekämpfbar
Ackerwinde, Acker-Stiefmütterchen, Knollenblatterbse


VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

PFLANZEN/OBJEKTE SCHADORGANISMEN/ZWECKBESTIMMUNG
Getreidestoppel Gemeine Quecke, Ausfallgetreide
Rapsstoppel Ausfallraps, einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Getreide (Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale) einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter Gemeine Quecke, Sikkation, Ernteerleichterung, Unkrautdurchwuchs in lagerndem Getreide, Zwiewuchs in lagerndem Getreide
Mais, Zuckerrübe einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Stilllegungsflächen (Rekultivierung) einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Kernobst einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Weinrebe einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Acker-Winde)

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

(NW642-1) Die Anwendung des Mittels in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern oder Küstengewässern ist nicht zulässig. Unabhängig davon ist der gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebene Mindestabstand zu Oberflächengewässern einzuhalten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.

(WP740) Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.

[gilt für Getreidestoppel, Rapsstoppel, Getreide, Mais, Zuckerrübe, Stillegungsflächen, Kernobst] (NT102) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 75 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.

[gilt nur für Weinrebe] (NT103) Die Anwendung des Mittels muss in einer Breite von mindestens 20 m zu angrenzenden Flächen (ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) mit einem verlustmindernden Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis "Verlustmindernde Geräte" vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 90 % eingetragen ist. Bei der Anwendung des Mittels ist der Einsatz verlustmindernder Technik nicht erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind oder die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im "Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile" vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70a vom 13. April 2002) in der jeweils geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist.

[gilt nur für Weinrebe] (NG404) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 20 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden bzw. mit der Kanalisation verbunden sind, oder - die Anwendung im Mulch - oder Direktsaatverfahren erfolgt.

[gilt nur für Kernobst] (NG402) Zwischen behandelten Flächen mit einer Hangneigung von über 2 % und Oberflächengewässern - ausgenommen nur gelegentlich wasserführender, aber einschließlich periodisch wasserführender - muss ein mit einer geschlossenen Pflanzendecke bewachsener Randstreifen vorhanden sein. Dessen Schutzfunktion darf durch den Einsatz von Arbeitsgeräten nicht beeinträchtigt werden. Er muss eine Mindestbreite von 10 m haben. Dieser Randstreifen ist nicht erforderlich, wenn: - ausreichende Auffangsysteme für das abgeschwemmte Wasser bzw. den abgeschwemmten Boden vorhanden sind, die nicht in ein Oberflächengewässer münden, bzw. mit der Kanalisation verbunden sind oder - die Anwendung im Mulch- oder Direktsaatverfahren erfolgt.

(NG352) Bei der Anwendung des Mittels ist ein Abstand von 40 Tagen zwischen Spritzungen einzuhalten, wenn der Gesamtaufwand von zwei aufeinanderfolgenden Spritzanwendungen mit diesem und anderen Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln die Summe von 2,9 kg Glyphosat/ha überschreitet.

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse:Getreidestoppel
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Gemeine Quecke, Ausfallgetreide
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Nach der Ernte, Herbst, mindestens 10 Tage vor einer Bodenbearbeitung
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Rapsstoppel
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Ausfallraps, einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Nach der Ernte, Herbst, mindestens 10 Tage vor einer Bodenbearbeitung
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Getreide (Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Ab Vollreife: Korn ist hart, kann nur schwer mit dem Daumennagel gebrochen werden (BBCH-Code: ab 89)
Anwendungszeitpunkt: Zur Spätbehandlung, bis 7 Tage vor der Ernte
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 400 l/ha
Erläuterung zur Kultur: ausgenommen zur Saatguterzeugung und zu Brauzwecken
Wartezeit: 7 Tage
(VV835) Stroh von behandeltem Getreide nicht für Kultursubstrate verwenden.
(WA701) Eine Anwendung ist nur auf Teilflächen erlaubt, auf denen aufgrund von Unkrautdurchwuchs in lagernden Beständen eine Beerntung nicht möglich ist.
Pflanzenerzeugnisse:Getreide (Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:Gemeine Quecke, Sikkation, Ernteerleichterung, Unkrautdurchwuchs in lagerndem Getreide, Zwiewuchs in lagerndem Getreide
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Ab Vollreife: Korn ist hart, kann nur schwer mit dem Daumennagel gebrochen werden (BBCH-Code: ab 89)
Anwendungszeitpunkt: Bis 7 Tage vor der Ernte
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 400 l/ha
Erläuterung zur Kultur: ausgenommen zur Saatguterzeugung und zu Brauzwecken
Wartezeit: 7 Tage
(VV835) Stroh von behandeltem Getreide nicht für Kultursubstrate verwenden.
(WA700) Eine Anwendung ist nur auf Teilflächen erlaubt, auf denen aufgrund von Unkrautdurchwuchs in lagernden Beständen oder von Zwiewuchs in lagernden oder stehenden Beständen eine Beerntung nicht möglich ist.
(WP710) Schäden an nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten und Winterraps möglich.
Pflanzenerzeugnisse:Mais, Zuckerrübe
Schadorganismus/Zweckbestimmung:einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Bis 2 Tage vor der Saat
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 400 l/ha
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).

Pflanzenerzeugnisse:Stilllegungsflächen (Rekultivierung)
Schadorganismus/Zweckbestimmung:einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Vor der Saat von Folgekulturen; während der Vegetationsperiode, zur Saatbettvorbereitung vor einer Bodenbearbeitung
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 150 bis 400 l/ha
Erläuterung zur Kultur: Rekultivierung
Wartezeit: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F).
(VV549) Behandelten Aufwuchs (Abraum vor der Neueinsaat) nicht zur Heugewinnung verwenden, er kann der direkten Verfütterung oder der Silierung dienen.

OBSTBAU

Pflanzenerzeugnisse:Kernobst
Schadorganismus/Zweckbestimmung:einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Ab Pflanzjahr
Anwendungszeitpunkt: Frühjahr oder Sommer
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 1
In der Kultur bzw. je Jahr: 1
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 100 bis 400 l/ha
Wartezeit: 42 Tage

WEINBAU

Pflanzenerzeugnisse:Weinrebe
Schadorganismus/Zweckbestimmung:einkeimblättrige Unkräuter, zweikeimblättrige Unkräuter (ausgenommen: Acker-Winde)
Anwendungsbereich: Freiland
Anwendungszeitpunkt: Während der Vegetationsperiode
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 2
In der Kultur bzw. je Jahr: 2
Abstand: 3 Monat(e)
Anwendungstechnik: Spritzen
Aufwandmenge: 5,0 l/ha
Wasseraufwandmenge: 100 bis 400 l/ha
Erläuterung zur Kultur: Ab 4. Standjahr;
Nutzung als Tafel- und Keltertraube
Wartezeit: 30 Tage

GENEHMIGUNGEN NACH § 18 A PFLSCHG(1998) BZW. ERWEITERTE ZULASSUNGEN GEM.ART.51 DER VERORDNUNG (EG) NR. 1107/2009:

PFLANZEN/OBJEKTE SCHADORGANISMEN/ZWECKBESTIMMUNG

Mischbarkeit
TAIFUN FORTE ist mit Schwefelsaurem Ammoniak (SSA) und AHL physikalisch mischbar. Von Mischungen mit Bodenherbiziden, blattaktiven Substanzen und AHL raten wir ab, da diese zu Wirkungsminderung führen können.
Anwendungstechnik

ANSETZEN DER SPRITZBRÜHE

Den Spritztank etwa zur Hälfte mit Wasser füllen, dann TAIFUN FORTE hinzugeben und Rührwerk einschalten, anschließend Tank mit Wasser auffüllen. Nach der Spritzung Spritze mehrmals mit klarem Wasser reinigen.
Beim Einfüllen von TAIFUN FORTE über die Einspülschleuse der Pflanzenschutzspritze kann es zu vermehrter Schaumbildung kommen. Dieser Effekt kann durch die Absenkung der Rührwerksleistung vermindert oder durch die Zugabe eines schaumhemmenden Produktes vor Zugabe des Produktes oder durch das Einfüllen des Produktes über den Dom der Pflanzenschutzspritze verhindert werden.

AUSBRINGUNGSTECHNIK

Folgende Düsen eignen sich für die Ausbringung:

Injektordüsen lang, z. B.:
AI 110-02 bis AI 110-03 bei 4-5 bar
ID 120-02 bis ID 120-03 bei 4-5 bar

Injektordüsen kurz, z. B.
AirMix 110-025 bis AirMix 110-04 bei 2-3 bar
IDK 110-025 bis IDK 110-04 bei 2-3 bar

Sonstige Düsen, z. B.
XR 110-03 bis XR 110-04 bei 1,5-2,0 bar
LU 110-03 bis LU 110-04 bei 1,5-2,0 bar
DG 110-03 bei 2-3 bar
AD 120-03 bei 2-3 bar

REINIGUNG

Vor und nach dem Einsatz des Spritzgerätes muss das Gerät sorgfältig gereinigt werden. Spritze vollständig auf dem Feld leerspritzen. Technisch unvermeidbare Restmenge im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf behandelter Fläche verspritzen. Grobe Reinigung von Spritzen mit Wasser und Waschbürste auf dem Feld vornehmen. Waschwasser aus der Gerätereinigung nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen lassen.

ACHTUNG
TAIFUN FORTE und die aus TAIFUN FORTE hergestellte Spritzbrühe darf nicht in galvanisierten oder unbeschichteten Weichmetallbehältern gelagert werden. Spritzbrühe sofort nach Ansetzen ausbringen. Eine Be- und Entlüftung des Tanks ist über den gesamten Zeitraum sicherzustellen. Wenn TAIFUN FORTE bzw. seine Spritzbrühe über längere Zeit mit galvanisierten oder unbeschichteten Weichmetallbehältern in Kontakt bleibt, kann es durch offenes Feuer oder Funken leicht entzündet werden.
Nachbau
Der Nachbau aller Kulturen ist schon kurze Zeit nach der Behandlung mit TAIFUN FORTE problemlos möglich.
Umweltverhalten

NUTZORGANISMEN

(WP740) Vorsicht bei benachbart wachsenden Kulturpflanzen, da Schäden möglich.


(NB6641) Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4).


(NN2842) Das Mittel wird als schwachschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.


(NN130) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Arten Pardosa amentata und palustris (Wolfspinnen) eingestuft.


(NN165) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.


(NN170) Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.


WASSERORGANISMEN

(NW262) Das Mittel ist giftig für Algen.


Anwenderschutz
(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.


(SF245-01) Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.


(SS110) Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.


(SS210) Standardschutzanzug (Pflanzenschutz) und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.


(SB010) Für Kinder unzugänglich aufbewahren.


(SP001) Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.


ERSTE HILFE

Einatmen: Person aus Gefahrenbereich entfernen. Person Frischluft zuführen und je nach Symptomatik Arzt konsultieren.
Hautkontakt: Mit viel Wasser gründlich waschen, verunreinigte, getränkte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen, bei Hautreizung (Rötung etc.), Arzt konsultieren.
Augenkontakt: Kontaktlinsen entfernen. Mit viel Wasser mehrere Minuten gründlich spülen, sofort Arzt rufen, Datenblatt bereithalten.
Verschlucken: Mund gründlich mit Wasser spülen. Kein Erbrechen herbeiführen, viel Wasser zu trinken geben, sofort Arzt aufsuchen. Datenblatt mitführen.
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.